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Global Animal Welfare Awards - Leipzig war sogar zweifach vertreten!

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Sonntag, 28 April, 2019

World Veterinary Association Congress in Costa Rica die diesjährigen Animal Welfare Awards der World Veterinary Association, welche durch Ceva gesponsort werden, verliehen.

Bei diesen Awards werden Tierärzte geehrt, die sich für den Tierschutz einsetzen. Die Tierärzte werden durch die entsprechende WVA-Mitgliedsorganisation eines Landes nominiert, in Deutschland der bpt. Die Jury der WVA beurteilt alle Einsendungen. Es werden sechs Awards an Tierärzte verliehen – einen für jeden Erdteil, der durch die WVA representiert wird. Dieses Jahr wurde zusätzlich ein globaler Award für Studierende ausgeschrieben.

Wir freuen uns sehr, dass dieses Jahr sogar zwei (ehemalige) Leipziger Studierende einen Preis in Empfang nehmen durften.

Aimée Lieberum, die an der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig studiert, erhielt den  Studierendenpreis für ihr weitreichendes Engagement. Aimée leitet seit 2017 die Arbeitsgruppe Tierschutz des bvvd (bundesverband der veterinärmedizinstudierenden deutschland e.V.). Ihren Fokus legt sie auf die Weiterbildung der Studierenden, weshalb sie Konferenzen organisiert, Workshops gibt, Newsletter und Artikel veröffentlicht, sowie lokalere Projekte startet und fördert. Sie repräsentiert bei verschiedensten Veranstaltungen die über 6.000 Studierenden und setzt sich in ihrer Arbeit für diese ein. Durch die vielseitige Arbeit stellt Aimée für viele Studierende eine Ansprechperson dar und bietet ihnen die Möglichkeit aktiv im Tierschutz mitzuarbeiten. Außerdem ist sie seit diesem Frühjahr das studentische Mitglied im Tierschutzausschuss der VMF Leipzig.

Anette van der Aa, auch Leipziger Absolventin, mittlerweile aber in den Niederlanden lebend, empfing den Preis für ihre Arbeit rund um das Thema “Euthanasie im Erzeugerbetrieb”. Sie entwickelte eine Entscheidungshilfe zur Euthanasie von lebensschwachen Ferkeln. Dabei wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Utrecht, dem Center for Sustainable Animal Stewardship (Universität Utrecht und Wageningen) und der niederländischen Tierärztekammer eine wissenschaftliche Basis mit praktischen Aspekten verbunden. Auch Landwirte haben aktiv an der Entwicklung mitgearbeitet. Wichtig war außerdem das Zusammenbringen der verschiedenen Parteien wie Tierärztekammer, Bauernverband, Tierschutzorganisationen und praktizierende Tierärzte und Landwirte. Denn wenn es um das Töten von Tieren geht, geht es auch immer um belastende Situationen für alle betroffenen Menschen. Und das nicht nur, weil der gesellschaftliche Druck hoch ist.

Beide Preisträgerinnen sind sich einig: “Es war eine tolle Erfahrung und hoffentlich werden nächstes Jahr wieder viele Tierärzte nominiert. Diese Awards sind nicht nur persönlich eine große Anerkennung und Motivation, sondern auch wichtig für unseren Berufstand. Tierärzte müssen gehört werden!”

ES IST ZEIT FÜR VERANTWORTUNG VON EUTHANASIS

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