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Schweine ohne Betäubung geschlachtet: Wer ist verantwortlich?

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Montag, 12 Dezember, 2016

Schweine unbetäubt getötet – in Bayern werfen Medien erneut einigen Schlachthöfen schwere Tierschutzverstöße vor. Sie sehen gar ein „Systemversagen“ der Veterinärüberwachung. Am Ende der Schuldzuweisungskette stehen die Amtsveterinäre und Amtlichen Tierärzte im Schlachthof. Viele fühlen sich einmal mehr von ihrem Dienstherrn alleingelassen.

Auslöser der Debatte war eine Doktorarbeit. Die hatte 2014/15 eigentlich die bayerischen Formblätter der QM-Kontrollen am Schlachthof mit amerikanischen Ideen der Tierschützerin Temple Grandin vergleichen wollen. Herausgekommen ist allerdings eine ganze Liste von Tierschutzvergehen, die die Doktorandin den Schlachthöfen vorwirft: Technische Mängel, unsachgemäßen Umgang mit den Tieren, aber vor allem und besonderes gravierend eine fehlerhafte und unzureichende Betäubung bei fast jedem vierten Schwein. Süddeutsche Zeitung und Bayerischer Rundfunk haben vor Gericht jetzt die Herausgabe der Namen, der in der Doktorarbeit anonymisierten Schlachtbetriebe erstritten und diesen dann die Mängellisten zugeordnet. Am Beispiel dreier Schlachtbetriebe – darunter ein Bioschlachthof – beschreiben sie dort begangene, gravierende Tierschutzverstöße. Man muss aber sehr genau lesen oder hinhören, um zu bemerken, welche der Vorwürfe sich auf das Jahr 2014 beziehen und was jetzt aktuelle, neue Verstöße sind.
Die bayerische Staatsregierung hat eingeräumt, dass es bei Nachkontrollen in diesem Jahr noch „geringgradige bis mittelgradige Gesamtmängel“ aber auch vereinzelt erneut „gravierende Mängel von Managementfehlern im Umgang mit den Tieren bis hin zu Betäubungsfehlern in einem Betrieb“ gegeben habe. Die Journalisten wollen mehr Verstöße recherchiert haben.

Quelle: Jörg Held, Tierarzt.de. Mehr lesen:  http://bit.ly/2hlA3Jb

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